Nach wochenlangem Überlegen, Googeln und Backbücher wälzen war es klar: es müssen zwei Sorten Cupcakes für den Cupcaketower sein – einmal fruchtig, einmal schokoladig. Bei vielen Leuten ist es ja unmöglich, eine Sorte zu wählen, die allen schmeckt.
Diese Cupcakes hatten es mir beim Recherchieren gleich angetan: Die Kombination von Zitrone und Himbeeren ist sowohl geschmacklich als auch optisch eine Wucht. Und die Füllung ist eine extra Überraschung, die man von aussen noch nicht sieht. Das Frosting ist eine sogenannte “Swiss Buttercream”, also recht heftig, aber lecker, cremig und (für mich zu diesem Anlass besonders wichtig) gut zu spritzen – nicht alle Frostings behalten ihre Form so einwandfrei (ich spreche mittlerweile aus Erfahrung…).
Nach einem Backversuch, der vor allem in Sachen “Optisch ansprechendes Frosting” sehr wichtig war, lief die tatsächliche Cupcake-Produktion ohne unschöne Überraschungen ab – schont die Nerven unheimlich! Würde ich wieder so machen.
Die Cupcakes waren so lecker, dass sie unbedingt wieder auf den Tisch müssen – dann mit weniger Frosting oder etwas leichterem.

Himbeer-Zitronen-Cupcakes
(adaptiert von “Annies eats“)
für etwa 20 Cupcakes:
210g Mehl
1 TL Backpulver
1/2 TL Natrone
1/2 TL Salz
180g Zucker
Saft und Schale von 1 Biozitrone
225g Butter, bei Zimmertemperatur
3 Eier
125g Saure Sahne
60ml Milch
für die Füllung:
(ergibt viel mehr, als man braucht, kann aber wunderbar auch anderweitig verwendet werden [klick]:
500g Himbeeren, gefroren und ungesüßt
60g Zucker
1 gehäuften EL Stärke
2 EL Wasser
1-2 TL Zitronensaft
für das Frosting:
4 Eiweiß
1 Prise Salz
140g Zucker
280g Butter
4-5 EL Himbeer-Püree (einige Löffel von der Füllung abnehmen und durch ein Sieb streichen, sodass die Kerne entfernt sind)
Für die Cupcakes den Ofen auf 180°C vorheizen und zwei Muffinbleche mit Förmchen auskleiden (bei mir hat der Teig nur für 20 Stück gereicht). In einer Schüssel Mehl, Backpulver, Natron und Salz vermischen.
In einer Rührschüssel Zucker und Zitronenschale etwa 1 Minute rühren. Butter hinzufügen und etwa 2 Minuten rühren. Die Eier nacheinander dazugeben und mit einem Spatel zwischendurch dafür sorgen, dass alles, was am Schüsselrand hängenbleibt wieder untergemischt wird.
In einem Messbecher oder ähnlichen Gefäß die Saure Sahne mit Zitronensaft und Milch vermischen.
Die trockenen Zutaten in drei Etappen abwechselnd mit der Milchmischung einrühren. Dabei jeweils nur so lange rühren, dass die Zutaten gerade vermischt sind.
Den Teig am besten mit einem Eisportionierer auf die Muffinbleche verteilen und die Bleche nacheinander 18-20 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Mit einem Zahnstocher Garprobe machen, dann herausnehmen. Die Cupcakes etwa 10 Minuten im Blech abkühlen lassen, dann auf einem Rost ganz auskühlen lassen.
Währenddessen die Füllung zubereiten. Ich nehme eine ganze Packung gefrorene Himbeeren (ungesüßt!); was von der Füllung übrig bleibt, kann man prima in Naturjoghurt rühren – der beste Himbeerjoghurt ever!
Die Himbeeren also mit Zucker in einem kleinen Topf vermischen und langsam erhitzen. Die Stärke in einem kleinen Schüsselchen mit dem Wasser verrühren. Wenn die Himbeeren zerfallen sind und die Masse kocht, die Stärke einrühren, wieder zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze etwa 2 Minuten kochen. Abkühlen lassen.
Wenn die Cupcakes abgekühlt sind, mit einem kleinen Messer einen Konus aus der Mitte herausschneiden und Himbeerfüllung hineingeben. Den Konus abschneiden, sodass nur noch ein Deckel übrig ist und diesen auf die Füllung setzen. So mit allen Cupcakes verfahren.
Für das Frosting die Rührschüssel der Küchenmaschine mit dem Schneebesen-Aufsatz bereithalten. Zucker und Eiweiß mit einer Prise Salz in eine Edelstahlschüssel geben. Die Schüssel auf einen Topf setzen, der mit etwas Wasser gefüllt ist und die Masse über dem Wasserbad erhitzen. Dabei ganz regelmäßig rühren. Die Temperatur mit einem Küchenthermometer kontrollieren. Sobald 80°C erreicht sind, von der Herplatte nehmen und in die Rührschüssel füllen.
Bei mittel bis hoher Geschwindigkeit 6-8 Minuten rühren, bis die Masse nur noch handwarm ist. Die Geschwindigkeit auf mittel reduzieren und die zimmerwarme Butter in Etappen (etwa 30g jeweils) in die Schüssel geben und so lange rühren, bis die Butter ganz verrührt ist. Es passiert häufig, dass die Créme zwischendurch ihre Konsistenz ändert, flüssig wird oder wie geronnen aussieht. Sobald die Butter untergemischt ist, die Geschwindigkeit wieder erhöhen und so lange schlagen, bis die Masse glatt und dick-cremig ist. Noch kurz das Himbeer-Pürree unterrühren und dann in einen Spritzbeutel z.B. mit einer Sterntülle füllen.
Die Cupcakes gleich nach Wunsch mit dem Frosting verzieren. Ich habe mich nach unzähligen You-Tube-Tutorials für die Rosen/Rosetten-Technik entschieden: Das Frosting wird anstatt von aussen einfach von der Mitte ausgehend auf die Cupcakes gespritzt. Mit ein bisschen Übung gehts – entscheidend ist vor allem die Konsistenz der Buttercream. Sie darf auf einen Fall zu kalt sein, sonst lässt sich die Masse nicht richtig spritzen und ist brüchig. No me gusta!
Die Cupcakes können problemlos am Vortag gebacken und verziert werden.
Enjoy!